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Licht breitet sich normalerweise mit 300.000 Kilometern pro Sekunde aus. Aber Forscher in den USA haben 2001 erstmals Lichtstrahlen gestoppt, gespeichert und anschließend wieder ausgesendet.
Der Eingriff sei ein Meilenstein, der die Geschwindigkeit von Computern und die Sicherheit der Kommunikation entscheidend vorantreiben werde, kommentierte die "New York Times" Ende 2001-01 . Er bedeute, dass Wissenschaftler jetzt die schnellste und flüchtigste Form von Energie beeinflussen könnten.
Der Durchbruch wird zwei unabhängig voneinander arbeitenden US- Teams zugeschrieben, Lene Vestergaard Hau von der Harvard Universität in Cambridge (US-Staat Massachusetts) und Kollegen sowie Ronald Walsworth und Mikhail Lukin vom Harvard-Smithsonian Zentrum für Astrophysik, ebenfalls in Cambridge. Sie bauten auf der Erkenntnis auf, dass transparente Substanzen wie Wasser, Glas und Kristall die Lichtgeschwindigkeit leicht bremsen. Das Walsworth-Lukin-Team vervielfachte diesen Effekt, indem es Lichtstrahlen in speziell aufbereiteten Gascontainern schwächer und schwächer werden ließ und sie dadurch schließlich ganz zum Stillstand brachten. Danach schickten sie einen zweiten Lichtstrahl in die Gascontainer, der den Originalstrahl "wiederbelebte". Dieser verließ das Medium in etwa der gleichen Form, Intensität und mit den gleichen Eigenschaften, die er beim Eintritt in die Gascontainer gehabt hatte, schilderte die Zeitung das Experiment. Versuche von dem Team um Hau brachten ähnliche Ergebnisse mit vergleichbaren Techniken zu Stande.
"Im Prinzip ist das Licht in dem Medium gefangen und kommt nicht wieder heraus, bis die Forscher es initiieren", kommentierte Seth Lloyd, Professor am Massachusetts Institut für Technologie (MIT) in Cambridge. Bislang galt es noch als futuristisch, Licht zu konservieren und danach wieder zu nutzen. Die Beherrschung des Lichts als Übertragungsmedium könnte nach den Hoffnungen der Forscher eines Tages den Bau von Computern mit heute noch ungeahnter Arbeitsgeschwindigkeit ermöglichen und die Übertragung von Daten revolutionieren.
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