Der Barcode (von Englisch Bar = Balken) ist eine Reihe senkrecht angeordneter Striche (daher nennt man ihn oft auch Strichcode).

Beschreibung:

Ein Barcode im Informationstechnologie- und Computerkontext ist eine maschinenlesbare Darstellung von Daten in Form von parallelen Linien und Zwischenräumen, die auf Produkten, Verpackungen oder Dokumenten gedruckt oder aufgeklebt sind. Diese Codes dienen dazu, Informationen zu codieren, die von optischen Scannern oder Lesegeräten erfasst und in digitale Daten umgewandelt werden können. Barcodes ermöglichen eine effiziente Identifikation, Verfolgung und Verwaltung von Produkten, Lagerbeständen oder anderen physischen Objekten in verschiedenen Anwendungsgebieten wie Einzelhandel, Logistik, Inventarverwaltung und Dokumentenverarbeitung.

Es gibt viele verschiedene Arten des Strichcodes.

Dies beginnt bei der Festlegung des Striches selbst. Dies ist in ISO/IEC 15416 geregelt.

Es folgt die Festlegung der Anzahl, Breite und Anordnung der Striche. (ISO/IEC 15420). Nach Auswertung der Strichfolge erhält man eine Zahlenkombination

Darauf basiert dann wiederum jeweils für spezifische Anwendungen die Umwandlung der ermittelten Zahlenkombination in eine anwendungsspezifische Bedeutung.

Verbreitet ist hier der EAN-Code ( European Article Number) mit bis zu 13 Ziffern, die meist direkt unter den Balken zur Kontrolle aufgedruckt sind.

1973 stellte IBM den ersten Barcode, den UPC (Universal Product Code), für Kassensysteme vor.

1979 stellte die Deutsche Post ihren so genannten Zielcode vor, bei dem eine Reihe fluoreszierender Balken auf dem Brief das Ziel markierte und damit das Sortieren erleichterte.

Risiken:

  • Möglichkeit von Lesefehlern durch beschädigte oder verschmutzte Barcodes
  • Fälschung von Barcodes zur Identitätsmanipulation von Produkten
  • Datenschutzrisiken bei der Verwendung von Barcodes zur Verfolgung persönlicher Informationen
  • Potenzielle Sicherheitslücken bei der Übertragung von Barcode-Daten in Netzwerken oder Cloud-Speicher
  • Risiko von Betrug durch Manipulation von Barcodes für Preisänderungen oder Rabattaktionen

Beispiele:

  • Verwendung von Barcodes auf Produktetiketten zur schnellen Erfassung von Preisen an der Kasse
  • Einsatz von Barcodes auf Versandetiketten zur Verfolgung von Paketen während des Transports
  • Verwendung von Barcodes auf Eintrittskarten für Veranstaltungen zur elektronischen Zugangskontrolle

Beispielsätze:

  • Der Barcode erleichtert die automatische Erfassung von Produktdaten.
  • Die Verwendung des Barcodes ermöglicht eine effiziente Verwaltung des Lagerbestands.
  • Der Mitarbeiter scannte den Barcode des Pakets, um den Versandvorgang abzuschließen.
  • Der Kunde scannte den Barcode seines Mitgliedsausweises, um Zugang zur Veranstaltung zu erhalten.
  • Die Barcodes auf den Dokumenten wurden für die Archivierung elektronisch erfasst.

Wortherkunft:

Der Begriff "Barcode" stammt aus dem Englischen, wobei "bar" für die parallelen Linien und "code" für die codierte Information steht. Die Verwendung von Barcodes zur automatischen Identifikation und Datenerfassung wurde erstmals in den 1950er Jahren entwickelt und hat sich seitdem in verschiedenen Anwendungsgebieten verbreitet.

Ähnliche Begriffe und Synonyme:

  • Strichcode
  • Strichmuster
  • Balkencode
  • EAN-Code (European Article Number)
  • QR-Code (Quick Response Code)

Zusammenfassung:

Ein Barcode im Informationstechnologie- und Computerkontext ist eine maschinenlesbare Darstellung von Daten in Form von parallelen Linien und Zwischenräumen, die auf Produkten, Verpackungen oder Dokumenten gedruckt oder aufgeklebt sind. Diese Codes dienen dazu, Informationen zu codieren, die von optischen Scannern oder Lesegeräten erfasst und in digitale Daten umgewandelt werden können. Barcodes ermöglichen eine effiziente Identifikation, Verfolgung und Verwaltung von Produkten, Lagerbeständen oder anderen physischen Objekten in verschiedenen Anwendungsgebieten wie Einzelhandel, Logistik, Inventarverwaltung und Dokumentenverarbeitung.

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