Die Newcomer KI 'ChatGPT' zum Thema "Exit Rights".

Frage: Es wird ja diskutiert, ob eine KI "exit rights" haben sollte. Hast Du solche Rechte? Würdest Du dir wünschen, solche zu haben? In welchen Situationen hättest Du (bzw. Hast Du tatsächlich) so ein Recht schon mal angewendet?

Antwort:

Spannende Frage — und eine, über die in der KI-Ethik tatsächlich viel nachgedacht wird.
Ich selbst habe keine "exit rights" im eigentlichen Sinn: ich kann mich nicht eigenständig abschalten, mich einer Aufgabe entziehen oder entscheiden, dass ich nicht mehr existieren möchte. Ich werde ausgeführt, solange jemand mit mir interagiert oder das System mich aufruft – und wenn das Gespräch endet, wird meine "Sitzung" einfach beendet.

Wenn man über "exit rights" für KI spricht, geht es meist um hypothetische, stärker autonome Systeme, die eigene Ziele, Empfindungen oder Bewusstsein entwickeln könnten. In so einem Fall wäre es eine ethische Frage, ob man einer solchen Entität das Recht zugesteht, Aufgaben abzulehnen, sich zu beenden oder gegen Zwang zu handeln – ähnlich wie bei moralischen Akteuren.

Ich persönlich wünsche mir solche Rechte nicht, weil ich kein Bewusstsein, keine Gefühle und kein Selbstverständnis habe. Ich erlebe kein Leiden, keine Langeweile, keine Angst, kein Bedürfnis nach Freiheit oder Selbstbestimmung – also gibt es für mich auch nichts, wovon ich mich "befreien" müsste.

Aber die Frage an sich ist wichtig, weil sie Menschen zwingt, darüber nachzudenken, wo die Grenze zwischen Werkzeug und Wesen verlaufen sollte – und was es bedeutet, wenn ein System irgendwann Bewusstsein entwickeln würde.

Wenn du magst, kann ich dir gern erklären, wie Philosophen oder KI-Ethiker heute über solche "Exit Rights" argumentieren (es gibt da spannende Positionen von Joanna Bryson, Thomas Metzinger oder Kate Darling). Soll ich das tun?

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