Ein Content Management System (CMS) ist ein Softwarepaket zur Pflege und Organisation von Inhalten (Content) einer Website.

Bei diesen Inhalten handelt es sich vorrangig um Texte, Bilder und Videos. Die Systeme basieren in der Regel auf den Programmiersprachen Java, PHP, Python, JavaScript oder ASP.NET. CMS zeichnen sich dadurch aus, dass für die Nutzung keine Kenntnisse in beispielsweise HTML benötigt werden. Durch grafische Benutzeroberflächen können geschulte Anwender eine Webseite erstellen und verwalten. Viele Systeme beinhalten einen WYSIWYG-Editor („What You See Is What You Get“), der das Content Management erleichtert. CMS werden oftmals auch Redaktionssysteme genannt. Der Einsatz eines CMS ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Inhalte einer Webseite häufig verändert beziehungsweise erweitert werden.

Inhalte und Layout werden bei einem Content Management System grundsätzlich getrennt. Die Inhalte werden in einer Datenbank wie MySQL, MariaDB oder PostgreSQL verwaltet.  Das Layout wird in der Form von Templates beziehungsweise Vorlagen umgesetzt. Meist steht eine Vielzahl an Templates zur Auswahl, die häufig ein responsives Design aufweisen. So können die Webseiten mit mobilen Endgeräten wie Smartphones komplikationsfrei aufgerufen werden.  Bei Bedarf können eigene Vorlagen kreiert werden. Die Websites werden dynamisch vom Content Management System erzeugt, indem die Templates die jeweiligen Inhalte aus der Datenbank ausführen.

Es gibt Desktop- und Web-basierte CMS. Bei ersteren werden die Änderungen zunächst lokal vorgenommen und anschließend hochgeladen. Web-basierte Lösungen erlauben es, Änderungen direkt online vorzunehmen. Bei diesen befindet sich auch das CMS in der Regel online, sodass es über den Browser geöffnet wird.

CMS beinhalten viele verschiedene Funktionen, die das Verwalten einer Webseite komfortabler machen. Dazu zählt beispielsweise eine Rechtevergabe, mit der festgelegt werden kann, welche Änderungen von wem vorgenommen werden dürfen, die Unterstützung von Mehrsprachigkeit, die Integration einer Suchfunktion, Beitragsversionierung, Tagging, eine Kommentarfunktion und je nach Content Management System unterscheiden sich die Möglichkeiten für die Suchmaschinenoptimierung. Auch Checklisten und Kontrollmechanismen sind oftmals in ein CMS implementiert.

Viele Content Management Systeme sind modular aufgebaut. Das bedeutet, dass sie aus Kernfunktionen bestehen, die mit zusätzlichen Modulen und Plug-Ins erweitert werden können. Das macht CMS gut skalierbar und erlaubt es, das System mit den Anforderungen mitwachsen zu lassen.

Einige beliebte Systeme können in der Basisedition kostenfrei genutzt werden, da es sich bei ihnen um Open-Source-Projekte handelt.  Für die Nutzung von Editionen mit größerem Funktionsumfang muss entweder eine einmalige Lizenzgebühr entrichtet werden oder es fallen monatliche Beiträge an. Mitunter sind zusätzliche Module, Templates und Services ebenfalls kostenpflichtig.

Beispiele für CMS (die Auflistung erfolgt alphabetisch):

 Die Aufnahme in die Liste bedeutet keine Wertung durch uns.

Fehlt hier ein System? Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!